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ich hab' die Nacht geträumet
Der Text zu dieser, seit 1777 bekannten Volksweise, ist von August Zarnack (21.09.1777 - 11.06.1827).

ich hab' die Nacht geträumet

Ich hab' die Nacht geträumet,
Wohl einen schweren Traum;
Es wuchs in meinem Garten
Ein Rosmarienbaum.

Ein Kirchhof war der Garten,
Ein Blumenbeet das Grab,
Und von dem grünen Baume,
Fiel Kron und Blüten ab.

Die Blüten tät ich sammeln
In einen goldnen Krug,
Der fiel mir aus den Händen,
Daß er in Stücke schlug.

Draus sah ich Perlen rinnen
Und Tröpflein rosenrot;
Was mag der Traum bedeuten?
Ach Liebster, bist du tot?
Boden