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Der Text zu dieser schwäbischen Volksweise ist von dem Theologen und Missionar Gottfried Weigle (1816 - 1855).
Dieser missionierte allerdings nicht in Schwaben, sondern in Indien.
drunten im Unterland
|: Drunten im Unterland, da ist 's halt fein. :|
Schlehen im Oberland, Trauben im Unterland,
Drunten im Unterland, möcht i wohl sein.
|: Drunten im Neckartal, da ist 's halt gut. :|
Ist mer 's da oben'rum manchmal au no so dumm,
Han i doch alleweil drunten gut's Blut.
|: Kalt ist 's im Oberland, drunten ist 's warm; :|
Oben sind d' Leut so reich, d' Herzen sind garnet weich,
B'sehn mi net freundlich an, werdet net warm.
|: Aber da unten'rum, da sind d' Leut arm, :|
Aber so froh und frei, und in der Liebe treu;
Drum sind im Unterland d' Herzen so warm.