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in der Waldschenke
Der Text zu dieser Weise von Rudolf Simon ist von Hugo Kegel. Die Melodie ist in "deutsches Jägerliederbuch" (1951) zu finden. Text und Weise sprechen dafür, daß beide im 19. Jh. gelebt haben.

in der Waldschenke

Wo lind des Waldes Lüfte wehn
In hundertjähr'gen Bäumen,
Da muß auch eine Schenke stehn
Zum Zechen und zum Träumen.
Denn nirgends schmeckt ein Trunk so fein,
Und sollt 's auch nicht der Beste sein,
Als wo die Bäume rauschen
Im tiefen grünen Wald.

Und dort, wo eine Schenke steht
Im Walde still verbogen,
Da muß auch eine junge Maid
Den Durstigen versorgen.
Da müssen auch zwei Äuglein schön
Dem Wandrer froh entgegensehn,
Dort wo die Bäume rauschen
Im tiefen grünen Wald.

Ermattet von der Pirsch und Hatz
Und von dem Jagen müde,
Macht gern der Waidmann kurze Rast,
Denn hier herrscht holder Friede.
Das ist des echten Waidmanns Art,
Zu lieben jedes Blümlein zart,
So weit die Bäume rauschen
Im tiefen grünen Wald.

O schöne Maid, aus deiner Hand
Wie wird der Wein mich laben!
Nun steck die Pfeife noch in Brand,
Dann wirst du Ruhe haben.
Setz dich ein Weilchen her zu mir,
Und dann, mein Kind, erzähl ich dir,
Was dort die Bäume rauschen
Im tiefen grünen Wald.
Boden