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wo de Nordseewellen
wo de Nordseewellen
wo de Nordseewellen
Der Text ist von Martha Müller-Grählert (20.12.1876 - 19.11.1939). Eigentlich geht es in ihrem Gedicht, mit dem Titel "mine Heimat", um die Ostsee (sie kam aus Vorpommern). Die Melodie hat sich Simon Krannig (1866 - 1936) ausgedacht.

wo de Nordseewellen

Wo de Nordseewellen trecken an den Strand,
Wo de gele Ginster bleuht in 'n Dünensand,
Wo de Möwen schriegen, grell in 't Stormgebrus,
Da is mine Heimat, da bün ick tau Hus.

Well- und Wogenrunschen, wir min Weigenlied,
Un de hogen Dünen, seg'n min Kinnertied,
Seg'n uch mine Sehnsucht, un min heit Begehr,
In de Welt tau fleigen öwer Land un Meer.

Woll het mi dat Leben dit Verlangen stillt,
Het mi allens geben, wat min Herz erfüllt,
Allens is verswunden, wat mi quält un drew,
Hev nu Frieden funden, doch de Sehnsucht blew.

Sehnsucht na dat lütte, stille Inselland,
Wo de Wellen trecken an den witten Strand,
Wo de Möwen schriegen grell in 't Stormgebrus,
Denn da is min Heimat, da bün ick tau Hus.
Boden