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der Leutnant von der Garde
Die verlorene Unschuld wird oft in Volksliedern besungen. Sätze, wie "und naschen tat sie auch sehr gern" oder "wer kann im grünen Walde den Beeren widerstehn" (es wollt ein Mägdlein früh aufstehn), schieben den Mädchen die Schuld in die Schuhe.

der Leutnant von der Garde

Sie war ein Mädchen voller Güte
Und naschen tat sie auch sehr gern,
Bekam so manche Zuckertüte
Von einem hübschen jungen Herrn.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

Da kam der Leutnant von der Garde
Und lud sie ein zum Maskenball:
"Bei uns ist heute Maskerade,
Und du sollst meine Tänzrin sein."
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

Vom vielen Tanzen ward sie müde,
Sie legt sich nieder auf ein Bett,
Da kam der Leutnant von der Garde
Und raubte ihre Unschuld weg.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

In Stücke wollte sie sich reißen,
Ins tiefe Wasser wollt sie gehn.
Jedoch der Rhein war zugefroren,
Und keine Öffnung war zu sehn.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

Da kam der Leutnant von der Garde
Und sprach zu ihr: "Mein liebes Kind,
Mit dem Ertrinken mußt du warten,
Bis daß die Wasser offen sind."
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

Nun hat sie all ihr Glück verloren,
Nun ging sie heim ins Vaterland,
Dort hat sie dann das Kind geboren,
Den Vater hat sie nie gekannt.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"
Boden