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die güldne Sonne voll Freud und Wonne
Der Text zu dieser Weise von Johann Georg Ebeling (1637 - 1676) ist von Paul Gerhardt (1607 - 1676).

die güldne Sonne voll Freud und Wonne

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
Bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen
Ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
Aber nun seh ich, bin munter und fröhlich,
Schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen
Güter und Gaben; was wir nur haben,
Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt!
Die besten Güter sind unsre Gemüter;
Dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,
An welchen er sich am meisten ergötzt.

Abend und Morgen sind seine Sorgen;
Segnen und mehren, Unglück verwehren
Sind seine Werke und Taten allein.
Wenn wir uns legen, so ist er zugegen;
Wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen
Über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

Alles vergehet, Gott aber stehet
Ohne alles Wanken; seine Gedanken,
Sein Wort und Wille hat ewigen Grund.
Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden,
Heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen,
Halten uns zeitlich und ewig gesund.

Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende;
Nach Meeres Brausen und Windes Sausen
Leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht.
Freude die Fülle und selige Stille
Hab ich zu warten im himmlischen Garten;
Dahin sind meine Gedanken gericht'.
Boden