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das schönste Bliamal auf da Alm
Der Text zu dieser Melodie von Franz Wagner ist von Joseph Fellner und E. Philippi. Das Lied entsand um 1890.

das schönste Bliamal auf da Alm

Das schönste Bliamal auf da Alm,
Das ist das Edelweiß,
Es blüaht vasteckt am schönsten Platz,
Ja zwischen Schnee und Eis.
Und wann die Sunn in alla Fruah,
Am Himmel tuat aufgehn,
Da glänzt im hellen Morgentau,
das Bliamal wunderschön.

Da sagt die Dirn zan Haltabua:
"Des Bliamal hätt i gern,
Geh bring ma gschwind a Sträußal,
Von diesem weißen Stern.
Da Sunntag kimmt, da möcht i halt,
A Sträußal an die Brust,
Denn 's Edelweiß nur ganz alloan,
Ist meine höchste Lust."

Da Bua geht gschwind ums Bliamal fort
Im selben Augenblick,
Die Nacht vergeht, da Morgen kummt,
Da Bua kehrt nicht zurück.
Er liegt verlassn ganz alloan,
Dort an der Felsenand,
Das Edelweiß ganz blutig rot,
Hält fest er in da Hand.

Und wann das Glöcklein drunt im Tal
Zum Abendsegen läut,
Da kniat a Diandal still am Grab,
Drin liegt ihr ganze Freud.
Sie bet a Vataunsa dort
Und klagt und woant dazua,
Und d' Vögal singan umadum:
Pfiat Gott, du liaba Bua.
Boden