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die freie Republik
Im 19. Jahrhundert waren die Deutschen noch Revolutzer. Das soll jetzt aber kein Aufruf zur Revolution sein. Niemals würde ich es wagen das herrschende Regime in Frage zu stellen. Ich freue mich über das viele bunte Papier in meinem Briefkasten und die ständigen Anrufe, wie ...sie haben gewonnen... wir machen da gerade eine Umfrage... Ja, alle bemühen sich um einen. Ist das nicht schön?

die freie Republik

In dem Kerker saßen zu Frankfurt an dem Main
Schon seit vielen Jahren sechs Studenten ein,
Die für die Freiheit fochten und für das Bürgerglück,
Und für die Menschenrechte der freien Republik.

Und der Bürgermeister sprach es täglich aus:
Sie Herr Bürgermeister, es reißt mir keiner aus.
Und doch sind sie verschwunden abends aus dem Turm,
Um die zwöfte Stunde, bei dem großen Sturm.

Und am andern Morgen hört man den Alarm.
O, es war entsetzlich, der Soldatenschwarm!
Sie suchten auf und nieder, sie suchten hin und her.
Sie suchten sechs Studenten und fanden sie nicht mehr.

Doch sie kamen wieder mit Schwertern in der Hand.
Auf ihr deutschen Brüder, jetzt geht 's fürs Vaterland
Jetzt geht 's für Menschenrechte und für das Bürgerglück.
Wir sind doch keine Knechte der freien Republik.

Wenn euch die Leute fragen: wo ist Absalom?
So dürftet ihr wohl sagen: o, der hänget schon.
Er hängt an keinem Baume, er hängt an keinem Strick,
Sondern an dem Glauben der freien Republik.
Boden