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der Wildschütz Jennerwein
Der Wilderer Georg Jennerwein wurde 1877 von dem Jagdgehilfen Pföderl erschossen.

Der Wildschütz Jennerwein

Es war ein Schütz in seinen besten Jahren,
Der wurde weggeputzt von dieser Erd’.
Man fand ihn erst am neunten Tage
Bei Tegernsee am Peißenberg.

Auf hartem Fels hat er sein Blut vergossen,
Und auf dem Bauche liegend fand man ihn.
Von hinten war er angeschossen,
Zerschmettert war sein Unterkinn.

Du feiger Jäger, das ist eine Schande
Und bringet dir gewiß kein Ehrenkreuz.
Er fiel gar nicht im offnen Kampfe.
Der Schuß von hinten her beweist ’s.

Man brachte ihn ins Tal und auf den Wagen.
Bei finstrer Nacht ging es sogleich noch fort,
Begleitet von den Kameraden
Nach Schliersee, seinem Lieblingsort.

Dort ruht er sanft im Grabe wie ein jeder
Und wartet stille auf den jüngsten Tag.
Dann zeigt uns Jennerwein den Jäger,
Der ihn von hint’ erschossen hat.

Und zum Gericht am großen jüngsten Tage
Putzt jeder ’s G’wissen und auch das Gewehr.
Marschieren d’ Jager samt die Förster
Aufs Gamsgebirg zum Luzifer.

Und nun zum Schlusse Dank den Veteranen,
Die ihr den Trauermarsch so schön gespielt.
Ihr Jäger, laßt euch nur ermahnen,
Daß keiner mehr von hinten zielt.

Denn auf den Bergen, ja da gilt die Freiheit.
Ja auf den Bergen ist es gar so schön,
Allwo auf grauenhafte Weise
Der Jennerwein zugrund mußt gehn.
Boden