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i bin halt, i bleib halt
Dieses Handwerkerlied kommt aus dem Salzburger Land.

i bin halt, i bleib halt

I bin halt, i bleib halt des übrige Ding,
I hab nix, i brauch nix, i leb ja so gring.
Wann i a Handwerk kunnt, war i halt no so gsund,
Kunnt i a Moasta werdn, lebn als wia d' Herrn.

Und war i a Zimmermo, hätt i a Beil,
Da liaß i 's net z' laut umgehn, liaß ma daweil.
Wann i amal schleifn tat, liaß a ma treibn sche stad,
Wetzn tat i ar a Stund, aft gang da Tag z' Grund.

Und wenn i a Maura war und hätt a Kelln,
So hätt i gar nia schwar z' tragn, grad allweil gring.
In da Fruah müaßt alls hergricht sei, Stoa, Sand und Kalk, da fei,
Wenn a oft net vial gschicht, i hätt do mei Schicht.

Und wenn i a Bäcka war und Brot backa kunnt,
So nahm i a dreiviertl Toag her für a Pfund.
Da machat i a mei Schnitt, d' Leut kunntn 's gratn nit,
Kafatn 's dengascht wohl, wenn 's a war hohl.

Und wenn i a Metzga war und gang ins Gau,
Und wenn 's Rindl spottwohlfei, kafat i 's glei.
Wenn 's da Fleischbank war und war drei Zentna schwar,
Hätt i auf meina Waag vier, wenn i da 's sag.

Koa Wirt und koa Birbrauer möcht i net sei,
Da hamt klone Krüagl und schenkant lob ei.
Wenn oana was z' Essn will, kriagt oana a net viel,
Bratn san a recht kloa, 's Fleisch voller Boa.

Koa Holzknecht, koa Kohlbrenna möcht i net sei,
I fürchtat mi halt, daß da Haufn gang ei.
Und wenn da Teifi kam und bei mir Herberg nahm,
Des war a schöna Gruaß, allzwee voll Ruaß.
Boden