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morgen muß ich fort von hier
Der Text zu dieser Melodie von Friedrich Silcher ist aus dem 18. Jahrhundert überliefert.

morgen muß ich fort von hier

Morgen muß ich fort von hier
Und muß Abschied nehmen.
O du allerschönste Zier,
Scheiden das bringt Grämen.
Da ich dich so treu geliebt
Über alle Maßen,
|: Soll ich dich verlassen. :|

Wenn zwei gute Freunde sind,
Die einander kennen,
Sonn und Mond bewegen sich,
Ehe sie sich trennen.
Noch viel größer ist der Schmerz,
Wenn ein treu verliebtes Herz
|: In die Ferne ziehet. :|

Dort auf jener grünen Au
Steht ein jungfrisch Leben.
Soll ich denn mein Leben lang
In der Ferne schweben?
Hab ich dir was Leids getan,
Bitt dich, woll 's vergessen,
|: Denn es geht zu Ende. :|

Küsset dir ein Lüftelein
Wangen oder Hände,
Denke, daß es Seufzer sein,
Die ich zu dir sende;
Tausend schick ich täglich aus,
Die da wehen um dein Haus,
|: Weil ich dein gedenke. :|
Boden