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Johann Gottlieb Seidelbast
Heute hat man auch als Student keine Zeit mehr zum Lieben. Folglich bringt man sich am besten gleich um.

Johann Gottlieb Seidelbast

Johann Gottlieb Seidelbast, Seidelbast
War ein junger Gymnasiast, Gymnasiast,
Liebte die Elisabeth, Lisabeth,
Weil sie war so hübsch und nett, hübsch und nett.

Jeden Morgen um halb zehn, um halb zehn,
Sah man sie beisammenstehn, 'sammenstehn,
Wie sie küßten, lachten, lachten,
Keine Schularbeiten machten, machten.

Da gab der Direktor drum, Rektor drum,
Ihnen das Konsilium, 'silium,
Vater sie enterbte, 'erbte
Und das Fell vergerbte, 'gerbte.

Johann Gottlieb Seidelbast, Seidelbast
Hängte sich an einen Ast, einen Ast,
Streckte dann die Zunge raus, Zunge raus,
Weil ihm ging die Puste aus, Puste aus.

Als Elisabethula, 'bethula,
Seidelbast so hängen sah, hängen sah,
Wollte sie nicht länger leben, leben,
Hängte sich daneben, 'neben.

Und die Moral von der Geschicht, der Geschicht:
Liebe als Pennäler nicht, 'näler nicht!
Liebe lieber als Student, als Student,
Denn das nimmt ein bess'res End, bess'res End.
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