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ihren Schäfer zu erwarten
Der Text zu dieser Volksweise stammt aus einer in Nürnberg 1771 gedruckten Wochenschrift.

ihren Schäfer zu erwarten

Ihren Schäfer zu erwarten, trallerali, tirallerala,
Schlich sich Phyllis in den Garten, trallerali, tirallerala.
In dem dunklen Myrtenhain schlief das lose Mädchen ein.
Trallerali, tirallerala, trallerali, tirallerala.

Ihre Mutter kam ganz leise, trallerali, tirallerala,
Nach der alten Mütter Weise, trallerali, tirallerala,
Nachgeschlichen, o wie fein, fand das Mädchen ganz allein.
Trallerali, tirallerala, trallerali, tirallerala.

Ihrem Schlummer halb entrissen, trallerali, tirallerala,
Von den zarten Mutterküssen, trallerali, tirallerala,
Rief die Kleine: "O, Damöt, warum kommst du heut so spät?"
Trallerali, tirallerala, trallerali, tirallerala.

"Ei, so hast du mich belogen, trallerali, tirallerala.
Deine Unschuld ist betrogen, trallerali, tirallerala.
Ihm zur Schmach und dir zum Pein sperr ich dich ins Kloster ein!"
Trallerali, tirallerala, trallerali, tirallerala.

"Kloster ist nicht mein Verlangen, trallerali, tirallerala.
Du bist selbst nicht 'neingegangen, trallerali, tirallerala.
Und wenn 's allen so sollt gehn, möcht ich mal die Klöster sehn!"
Trallerali, tirallerala, trallerali, tirallerala.
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