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wohlauf, ihr Wandersleut
Bescheidenheit ist eine Zier', doch besser lebt man ohne ihr!

wohlauf, ihr Wandersleut

Wohlauf, ihr Wandersleut,
Die ihr herum tut reisen
In Länder weit und breit,
Seid wohlgemut und wohlgetröst,
Weil Gott ein Wandersmann ist g'west
Auf Erden lange Zeit.

Durch Disteln und durch Dorn
Muss ich gar oftmals wandern,
Ich bin dazu geborn;
Ich fürcht' kein' Schnee, kein' Kält', Hitz,
Obgleich ich auch bisweilen schwitz',
Von Gott kommt der Gewinn.

Die Mahlzeit ist ganz klein,
Es ist ja nur ein Stückchen Brot,
Das Wasser ist der Wein,
Das trockne Brot ist mein Kapaun,
Ich hab kein Wildbret, kein' Fassaun,
Tu gleich doch fröhlich sein.

Wann kommt die Nacht herzu,
Bitt' ich den Wirt um Heu und Stroh,
Leg' mich darauf zur Ruh,
Die Müdigkeit macht, dass ich schlaf'
Viel besser als ein Fürst und Graf,
Der Federn hat genug.
Boden