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das Wandern ist des Müllers Lust
das Wandern ist des Müllers Lust
Der Text ist ein Gedicht von Wilhelm Müller (1794-1827). Der Komponist Carl Friedrich Zöllner wurde am 17.05.1800 in Mittelhausen bei Sangerhausen geboren und starb am 25.09.1860 in Leipzig. Er war ein Chorfetischist. In der Romantik (Ende 18. Jh. bis Mitte 19. Jh.) verehrte man, aus Frust über die Industrialisierung und den Calvinismus, die Natur und die Folklore. Das Wandern der Handwerksgesellen war fester Bestandteil deutscher Kultur. Im 19. Jahrhundert starb diese Tradition mit dem Handwerk, da sich die Handwerker als billige Lohnsklaven an die Fabriken der Kapitalisten verkaufen mußten.

das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust,
Das Wandern ist des Müllers Lust,
Das Wandern.
Das muß ein schlechter Müller sein,
Dem niemals viel das Wandern ein,
Dem niemals viel das Wandern ein,
Das Wandern,
Das Wandern,
Das Wandern,
Das Wandern.

Vom Wasser haben wir 's gelernt,
Vom Wasser.
Das hat nicht Ruh bei Tag und Nacht,
Ist stets auf Wanderschaft bedacht,
Das Wasser.

Das sehn wir auch den Rädern ab,
Den Rädern,
Die gar nicht gerne stillestehn
Und sich bei Tag nicht müde drehn,
Die Räder.

Die Steine selbst, so schwer sie sind,
Die Steine,
Sie tanzen mit dem muntern Rhein
Und wollen gar noch schneller sein,
Die Steine.

O Wandern, Wandern, meine Lust,
O Wandern!
Herr Meister und Frau Meisterin,
Laßt mich in Frieden weiterziehn
Und Wandern.
Boden