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Woran erkennt man ein Volkslied?

bearbeitet Dezember 2018 in General

Was ist eigentlich ein Volkslied? Ich habe hierfür folgende Definition:

Ein Volkslied ist ein Lied, das sich in das Gedächtnis eines bestimmten Kulturkreises eingeprägt hat und über einen längeren Zeitraum auch von der Allgemeinheit gesungen wurde bzw. noch gesungen wird.

Da diese Definition sehr allgemein gehalten ist, unterscheide 4 verschiedene Gruppen:

1. das echte Volkslied

Dieses Lied kann einer bestimmten Region zugeordnet werden, aber keinem bestimmten Autor. Die Urheberschaft von Text und Weise sind Volksgut. Ein Beispiel hierfür ist das aus der badische Pfalz stammende Lied „horch, was kommt von draußen rein“.

2. das Volkslied mit Autorenschaft der Weise

Hier wird eine komponierte Melodie mit einem neuen Text versehen, wobei die Herkunft des Komponisten nicht ausschlaggebend ist. Die Urheberschaft des Textes bleibt allerdings unbekannt. Ein Beispiel hierfür ist das Lied „leise rieselt die Vier“ als Parodie auf „leise rieselt der Schnee“ von Eduard Ebel.

3. das Volkslied mit Autorenschaft des Textes

Hier wird zu einer Volksweise ein Text bzw. ein neuer Text geschrieben, wobei der Urheber des Textes bekannt ist. Ein Beispiel ist das Lied „summ, summ, summ“ von Hoffmann von Fallersleben, der sich hier einer Volksweise aus Böhmen bedient hat.

4. das gewordene Volkslied

Bei diesem Lied ist die Autorenschaft von Text und Weise bekannt. Oft handelt es sich um einen Schlager bzw. Hit der besonders beliebt war oder ist und somit vom Volk aufgegriffen wurde. Ein Beispiel hierfür ist der Schlager „hoch auf dem gelben Wagen“.

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