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Heino und die Volksmusik

Ich hatte mich mit Heino bislang nicht großartig beschäftigt. Als Jugendlicher war der Mann für mich, wie für die meisten meiner Altersgenossen, einfach nur peinlich. Ich bin übrigens Jahrgang 1963. Während meines Studiums der vergleichenden Musikwissenschaft habe ich begonnen mich etwas mit der deutschen Volksmusik zu beschäftigen, die sich später zu meiner großen Leidenschaft entwickeln sollte.

Früher dachte ich „schwarzbraun ist die Haselnuss“ wäre ein volkstümliches Lied. Aber nein, Heino hat in seinem Repertoire echte Volkslieder. Er singt sogar „Ännchen von Tharau“ und er intoniert völlig fehlerfrei.

Heino ist ein ausgezeichneter Sänger, dessen Stimme allerdings peinlich wirkt, aber warum eigentlich?

Die Antwort ist ganz einfach: er hat die Stimme von Freddy Quinn, einem Schnulzensänger der 1950ger Jahre. Immer wenn man Heino hört assoziiert man unbewusst Freddy Quinn, sodass dieser wie ein Fluch auf ihm lastet.

Hätte es Freddy Quinn nicht gegeben, würde Heino auch nicht peinlich wirken.

Hannes Wader singt übrigens auch „Ännchen von Tharau“, allerdings bei weitem nicht so gut, wie Heino und Hannes Wader war für mich als Jugendlicher korrekt.

Leider muss man immer erst innerlich reifen, bis man die Welt gerechter sieht.

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