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wohlauf, es ruft der Sonnenschein
Der Text zu dieser Volksweise ist von dem berliner Romantiker Ludwig Tieck (31.5.1773 - 28.4.1853).

wohlauf, es ruft der Sonnenschein

Wohlauf, es ruft der Sonnenschein,
Hinaus in Gottes Welt!
Geht munter in das Land hinein
Und über Berg und Feld!
Es bleibt der Fluß nicht ruhig stehn,
Gar lustig rauscht er fort.
Hörst Du des Windes frisches Wehn?
Es braust von Ort zu Ort.

Es reist der Mond wohl hin und her,
Die Sonne ab und auf,
Guckt übern Berg und geht ins Meer,
Nie matt in ihrem Lauf.
Und Mensch, du sitzest stets daheim,
Sehnst dich nicht nach der Fern?
Sei frisch und wandle durch den Hain
Und sieh die Fremde gern.

Wer weiß, wo dir dein Glücke erblüht,
Drum geh und such es nur;
Der Abend kommt, der Morgen flieht,
Betrete bald die Spur.
So weit dich schließt der Himmel ein,
Gerät der Liebe Frucht,
Und jedes Herz wird glücklich sein
Und finden, was es sucht.
Boden