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o Täler weit, o Höhen
o Täler weit, o Höhen
Der Text ist ein Gedicht von Freiherr Joseph von Eichendorff (10.3.1788 - 26.11.1857).

o Täler weit, o Höhen

O Täler weit, o Höhen,
O schöner grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächt'ger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäft'ge Welt;
|: Schlag noch einmal die Bogen,
Um mich, du grünes Zelt! :|

Wenn es beginnt zu tagen,
Die Erde dampft und blinkt,
Die Vögel lustig schlagen,
Daß dir dein Herz erklingt.
Da mag vergehn, verwehen
Das trübe Erdenleid,
|: Da sollst du auferstehen
In junger Herrlichkeit! :|

Im Walde steht geschrieben
Ein stilles ernstes Wort
Vom rechten Tun und Lieben
Und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
Die Worte schlicht und wahr,
|: Und durch mein ganzes Wesen
Ward 's unaussprechlich klar. :|

Bald werd ich dich verlassen,
Fremd in der Fremde gehn,
Auf buntbewegten Gassen
Des Lebens Schauspiel sehn;
Und mitten in dem Leben
Wird deines Ernsts Gewalt
|: Mich Einsamen erheben,
So wird mein Herz nicht alt. :|
Boden