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es wollt ein Mägdlein früh aufstehn
Den Text gibt es auch mit einer anderen Melodie unter dem Titel "im Wald da sind die Räuber" auf Seite 522.

es wollt ein Mägdlein früh aufstehn

Es wollt ein Mägdlein früh aufstehn,
Dreiviertel Stund vor Tag,
Wollt in dem Wald spazieren gehn,
Ja, ja, ja, spazieren gehn,
Wollt Brombeern brechen ab.

Und als sie in den Wald nein kam,
Da kam des Jägers Knecht:
"Ei Mägdlein, scher dich aus dem Wald,
Meinem Herrn, dem ist 's nicht recht."

Und als sie 's ein Stück weiter kam,
Da kam des Jägers Sohn:
"Ei Mägdlein, setz dich nieder,
Zupf dir dein Körblein voll."

"Ein Körblein voll, das brauch ich nicht,
Eine Handvoll ist genug:
In meines Vaters Garten,
Da wachsen Brombeern g'nug."

So schön wie braune Beeren
Sah sie seine Äuglein stehn.
Wer kann im grünen Walde
Den Beeren wiederstehn!

Und als dreiviertel Jahr vergangen war 'n,
Die Brombeern wurden groß,
Da hat das schwarzbraun Mägdelein
Ein Kind auf ihrem Schoß

Sie sah es mit Verwundrung an:
"Ei, ei, was hab ich denn getan.
"Kommt das wohl von den Brombeern her,
Die ich gepflücket hab?"

Drum wer ein ehrliches Mädel will ha'n,
Der schickt sie nicht in' Wald.
Im Wald, da wachsen die Brombeern
Und die reifen alsobald.
Boden