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hör ich ein Sichlein rauschen
Dieses deutsche Volkslied stammt aus dem 16. Jahrhundert. Man vergleiche den Text mit "es dunkelt schon in der Heide" auf Seite 181.

hör ich ein Sichlein rauschen

Hör ich ein Sichlein ri-ra-rauschen,
Ja rauschen durch das Korn;
Hör ich mein Feinsliebchen klagen,
|: Es hätte seinen Schatz verlorn. :|

Hast du dein Schatz verli-la-loren,
So sind wir ganz allein,
So gehn wir miteinander
|: Und machen ein Kränzelein. :|

Ein Kränzelein von Ri-ra-rosen,
Ein Kränzelein von Klee.
Zu Straßburg auf der Brucken,
|: Da lag ein tiefer Schnee. :|

Der Schnee, der ist zerschmi-schma-schmolzen,
Das Wasser läuft dahin;
Zu meinem Feinsliebchen
|: Stehn alle meine Sinn. :|

In meins Feinsliebchens Gi-ga-garten,
Da stehn zwei Bäumelein;
Der eine trägt Muskaten,
|: Der andere braun Nägelein. :|

Muskaten, die sind si-sa-süße,
Braun Nägelein, die sind frisch;
Die will ich mein Schatz verehren,
|: Daß er meiner nicht vergißt. :|

Hab deiner nicht vergi-ga-gessen,
Hab allzeit an dich gedacht.
So wünsch ich dir, lieb Schätzchen,
|: Viel tausend gute Nacht! :|
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